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Ein kleiner Einblick in die Geschichte der Radiogeräte - Fertigung des "VEB Stern Radio Rochlitz", nach Kriegsende 1945 entstanden aus dem ehemaligen Auslagerungsbetrieb Graetz - Werk in Lunzenau.

Ansicht von Lunzenau auf alter Postkarte

Ansicht von Rochlitz auf alter Postkarte

Das neue Radiowerk in Rochlitz wird 1947 in der "Funktechnik" vorgestellt: Zäher Aufbauwille, umfassende technische Kenntnisse und wirtschaftlicher Weitblick haben in Rochlitz in Sachsen eine neue Empfängerfabrik - Stern-Radio - entstehen lassen, die eine wertvolle Bereicherung unserer deutschen Rundfunkindustrie darstellt. In der Fertigung befinden sich zur Zeit Supergeräte mit deutscher, amerikanischer und russischer Röhrenbestückung. Beim Besuch des großzügig angelegten Werkes fällt die heute so seltene Fließbandarbeit auf, die man auf Grund der hohen Bauziffern einrichten konnte. Um jede Stockung der Bandfabrikation zu vermeiden, muss eine gewisse Unabhängigkeit von fremden Zulieferungen vorhanden sein. Deshalb werden sämtliche Metallteile, vom kleinsten Schräubchen bis zum Chassis, im eigenen Betrieb hergestellt; Spulen, Drehkondensatoren und Lautsprecher teilweise sogar auch auf Fließbändern. Ein Gang durch die hohen und hellen Räume mit ihren vielen blitzblanken Maschinen und Bänken und dem emsigen Treiben, Werken und Schaffen zeigt dem erstaunten Besucher ein Bild, wie wir es nur noch aus Erinnerung von Vorkriegszeiten kennen. Zwar geht jetzt noch die gesamte Fertigung des Werkes ins Ausland, aber schon in nicht allzu ferner Zeit wird ein Teil der Empfängerproduktion dieses leistungsfähigen landeseigenen Betriebes auch wieder dem deutschen Markt zur Verfügung stehen." (Quelle: Funktechnik Heft 21/1947 Seite 16/17)  

Hier sind Details als PDF.

 

In der "Radiofabrik" in Lunzenau, dann in Rochlitz fertigte man bald nach dem Krieg "Waren des täglichen Bedarfs" wie Feuerzeuge und Kocher ...

(hier das "Graetz-Feuerzeug" mit dem LOGO von "Stern Radio", vermutlich von "Stern-Radio Rochlitz" in den frühen Jahren gefertigt)

aber auch schon die ersten Radiogeräte aus "alten Beständen" und Teile für Radiogeräte wie beispielsweise Lautsprecher.

Hier ein frühes Lautsprechermodell (Lautsprecher LE 430) von Stern-Radio Rochlitz, noch mit einem "Graetz-Logo" versehen. Mit diesem Link finden Sie Fakten aber auch Fragen zur Rochlitzer Lautsprecherproduktion. (PDF 130kB)

1947: Die Firma "Graetz AG, Abt. Rochlitz", landeseigener Betrieb, wurde anlässlich des zweijährigen Bestehens im Rahmen einer Betriebsfeier in Anwesenheit des Wirtschaftsministers Herrn Selbmann in Stern-Radio umbenannt. Der Firma wurde der Betrieb der "Mechanik GmbH" Rochlitz, der ebenfalls landeseigen geworden ist, einschließlich der Betriebsgebäude und dem dazugehörigen Gelände übergeben. Quelle: Funktechnik 17/1947

Auch der "VEB Stern Radio Rochlitz" war in die VVB "Vereinigung Volkseigener BetriebeRFT (Radio- und Fernmeldetechnik), verwaltet in Leipzig - Platz des Friedens 9 - eingebunden.

Der "VEB Stern Radio Rochlitz", ein Betrieb des späteren Kombinates "Stern Radio" wuchs zu einem bedeutenden Hersteller von Röhrenradiogeräten in der DDR. 

Der Hauptbahnhof "ROCHLITZ (Sachsen)" in den 60er Jahren.

  Hier ein Briefumschlag mit Sonderstempel aus dem Jahre 1957.

 

Das Spitzenmodell aus dem Jahre 1961, der "Stradivari Phono Stereo" aus einem RFT-Messekatalog / RFT-Messeprospekt. (Hier tanzte man den "LIPSI")

Mit der Saison 1962/63 endete in Rochlitz die Radioproduktion. Dieser Betrieb spezialisierte sich auf fernmeldetechnische Erzeugnisse.

Später, als Volkseigene Betriebe (VEB) stärker in die Konsumgüter - Produktion gemäß der Beschlüsse der Partei- und Staatsführung eingebunden wurden, produzierte man in eigens dafür eingerichteten Produktionsstätten verschiedenste elektrische Geräte.

Wie der Zufall er wollte, begann man dann Mitte der 80er Jahre auch wieder ein Radiogerät zu produzieren. Es wurde eine Mini- Komponentenanlage, bestehend aus dem Verstärker SV 210 und dem Tuner ST 210, in unterschiedlichen Farbvarianten hergestellt. 

Passende Lautsprecherboxen gab es in einiger Auswahl von anderen (RFT oder R-F-T / Rundfunk- und Fernmelde- Technik) - Betrieben. Diese Anlage wurde speziell als preiswertes "Einsteigermodell" für junge Leute entwickelt. Über die ausgeklügelte Umschalt- und Überblendeinrichtung konnte man zusätzlich einen Plattenspieler und ein Tonband- oder Kassettengerät anschließen.

Eine "Ansichtskarte" von Rochlitz aus den 80er Jahren.


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Stand: März 2017